Schweizer Ethikpreis

Der Schweizer Ethikpreis 2019 wird am

Dienstag, den 14. Mai 2019 im Château d'Yverdon-les-Bains stattfinden

 

 

LAUNCH DER 14. AUSGABE DES SCHWEIZER ETHIKPREISES

 

Die 14. Ausgabe des Schweizer Ethikpreises ist lanciert!

 

Kurz erklärt...

Der Schweizer Ethikpreis, der von der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Waadt (HEIG-VD) organisiert wird und seit 2005 jährlich stattfindet, belohnt besondere Leistungen von Unternehmen oder Organisationen in den Bereichen Ethik, Nachhaltigkeit und Sozial- oder Umweltverantwortung.

Der Hauptzweck des Preises besteht darin, konkrete, relevante und originelle Beiträge, die als Beispiel dienen können, hervorzuheben und andere Unternehmen und Organisationen von der Nützlichkeit eines ethischen Vorgehens zu überzeugen.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury, die sich aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzt.

Die nächste Preisverleihung findet am Dienstag, den 14. Mai, um 18 Uhr im Château d‘Yverdon-les-Bains statt.

 

Start der Bewerbungen!

Haben Sie ein Projekt im Bereich der Ethik oder der nachhaltigen Entwicklung durchgeführt, oder möchten Sie uns einen potenziellen Kandidaten empfehlen?

Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter prixethique@heig-vd.ch.

Die Frist für die Einreichung aller Bewerbungen ist der 14. Dezember 2018.

 

Hier sind die Unterlagen für Kandidaten:

 

docx
48 KB

Preiträger 2018

Dialog, Sichtbarkeit, Wertschöpfungskette : 3 Schlüsselwörter – 3 Gewinnerprojekte.

Yverdon-les-Bains, den 29. Mai 2018 – Die Jury des Schweizer Ethik Preises hat soeben das Abstimmungsergebnis bekannt gegeben. Die Preisträger dieser 13. Ausgabe sind PX Précinox, ETHZ und Association Ecoparc; ihr Engagement im Bereich der Ethik, der sozialen Verantwortung des Unternehmens und der nachhaltigen Entwicklung wurde somit ausgezeichnet. Die Trophäe wurden ihnen eigenhändig von Frau Cesla Amarelle, Staatsrätin des Kantons Waadt, Vorsteherin des Departements für Ausbildung, Jugend und Kultur übergeben.

PX Précinox – PX Impact
Die Gold-Wertschöpfungskette ist ein sehr sensibles Thema. Viele Fälle von fehlendem Umweltschutz, mangelnder Einhaltung der Arbeitsbedingungen und Korruption werden regelmäßig von der Presse gemeldet. Um auf dieses Problem zu reagieren, hat PX Précinox SA, das im Bereich Goldminen und -handel tätig ist, das PX Impact-Projekt implementiert. Sein Ziel, verantwortungsbewusst gefördertes Gold zu liefern, indem es seinen Kunden durch Rückverfolgbarkeit und die Lieferkette seiner Produkte absolute Transparenz bietet. Es garantiert auch die Gewinnung von quecksilberfreiem Erz. Den Kunden verrechnete Preiserhöhungen werden als Bonussystem zur Finanzierung lokaler Projekte genutzt. Das Ziel ist es, einen konkreten Beitrag zum Wohlergehen und zur Entwicklung lokaler Gemeinschaften zu leisten.

ETHZ – Rapport du développement durable
ETH Zürich ist die erste Universität in der Schweiz, die einen Nachhaltigkeitsbericht publizierte. Dieser Bericht fördert nicht nur einen breiten internen Dialog über den Beitrag der Universität zu nachhaltiger Entwicklung, sondern spricht auch Mitarbeiter und Studenten mit Interesse an Nachhaltigkeitsthemen an und gibt ihnen die entsprechende Sichtbarkeit für ihr Engagement. Völlig transparent und selbstkritisch gibt es Einblick in Projektentwicklungen, Erfolge und Herausforderungen. Dieser Bericht trägt dazu bei, die gegenseitige Wertschätzung von akademischen Dienstleistern, nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten zu stärken und die ethische Zusammenarbeit zu fördern.

Association Ecoparc – Ecoparc
Der Verein Ecoparc hat das Ziel, eine nachhaltige Entwicklung in der gebauten Umwelt zu fördern. Als Informationsknotenpunkt organisiert er Instrumente, Methoden und bewährte Praktiken für die Öffentlichkeit, private Akteure und öffentliche Behörden. Eine der großen Stärken des Vereins ist die Qualität und Reichhaltigkeit der Informationen, die direkt im Internet zur Verfügung gestellt werden. Die Schweizerische Nationalbibliothek hat ihre Website auch für Webarchive ausgewählt. Der Verband fungiert als Mittler zwischen den verschiedenen Akteuren eines Projekts und ist jederzeit bereit, einzugreifen, um die Festlegung von Standards für nachhaltige Entwicklung zu fördern und zu erleichtern.

Glossar

Ethik

Laut dem Philosophen Paul Ricœur, kann man Ethik als die „Ausrichtung auf das wahre Leben mit dem Anderen und für ihn in gerechten Institutionen" (Das Selbst als ein Anderer, 1990/1996, S. 219-220) definieren. So verstanden impliziert sie die Berücksichtigung und die Artikulation von evaluativen (das Gute) und normativen Perspektiven (das Gerechte), welche einmal unter einem subjektiven, intersubjektiven und institutionellen Blickwinkel betrachtet werden müssen. So wie wir diese verstehen, sollen an Ethik folgende Vorgehen bewertet (gemessen) werden:
-       die Aktion selbst;
-       die Beweggründe der Agierenden;
-       die angewandten Mittel, um die Aktion zu realisieren;
-       die vorhersehbaren Folgen der Aktion.

Nachhaltige Entwicklung

Gemäss dem Brundtlandbericht (1987) versteht man unter nachhaltige Entwicklung eine Entwicklung: „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“ Damit Entwicklung als nachhaltig angesehen werden kann, muss sie die folgenden drei Dimensionen integrieren: Die wirtschaftliche Dimension (Rentabilität und /oder Fortbestehen des Unternehmens/des Vorgehens; Stabilität der umgebenden wirtschaftlichen Struktur), die soziale Dimension (Arbeitsbedingungen, Lohnbedingungen, Einfluss auf die Gesellschaft, etc.) und die umweltbedingte Dimension (Verringerung/Nichterhöhung der Umweltverschmutzung/ Umweltschädigung; Einfluss auf die Landschaft, etc.).

Die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens

Der Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung wird oft als Synonym der „nachhaltigen Entwicklung“ verstanden. Im Unterschied zu Letzterem, unterstreicht sie jedoch klar die spezifische Rolle der Unternehmen in diesem Bereich. Die Philias-Stiftung (http://www.philias.org) definiert sie als „die Verantwortung eines Unternehmens, welche dieses gegenüber all seinen Ansprechpartnern wahrnimmt,“ dies bedeutet, „einen ständigen und konstruktiven Dialog mit den Stakeholdern zu führen und sowohl im sozialen als auch Umweltbereich zum Wohlergehen der Gemeinschaft beizutragen, in welcher das Unternehmen tätig ist.“